Abnehmen in den Wechseljahren – ohne Stress: eiweißreiche Produkte, alltagstaugliche Tipps und hormonfreundliche Strategien.
14. Dezember 2025
Warum ich gegessen habe, obwohl ich nicht hungrig war
Essen gehen oder Einladungen zum Essen waren für mich lange ein mathematisches Projekt:
Kalorien sparen, Kalorien schieben, Kalorien ausgleichen, um endlich an einen Punkt zu kommen, der sich anfühlte wie:
Jetzt darf ich!
Das Essen war planbar.
Aber ich war es nicht.
Gerade in den Wechseljahren wurde das immer deutlicher. Mein Körper veränderte sich. Mein Appetit auch. Und mein Vertrauen in mich selbst stürzte regelmäßig ab.
Bei jedem Buffet startete ich dasselbe Programm: Ich muss das jetzt nutzen, bevor ich mich wieder zusammenreiße. Und egal, wie sehr ich versuchte zu genießen, es stellte sich kein befriedigtes oder gar befriedetes Gefühl ein.
Ich war nur VOLL.
Kennst du dieses Gefühl?
Ich dachte lange, mit mir stimmt etwas nicht. Kein Sättigungsgefühl. Zu wenig Kontrolle. Zu viel Appetit. Der “Durchbruch” war nicht, dass ich weniger gegessen habe. Der Durchbruch war, dass die Bedrohung verschwunden ist. Heute weiß ich, dass es nicht Disziplin war, die mir gefehlt hat.
Es war Sicherheit.
Solange mein System glaubte, Essen sei knapp: durch Diätlogik, Kaloriensparen, Dauerstress - war jedes Buffet der absolute Ausnahmezustand für mich. Mein Körper hörte nicht auf Sättigung, weil er nicht glaubte, dass später wieder genug da sein würde.
Der Wendepunkt war kein neuer Plan. Sondern ein einfacher Satz:
Ich darf all die leckeren Dinge haben.
Und zwar: Immer.
Versorgung. Erlaubnis. Sicherheit. Mit diesen drei Dingen passierte folgendes: Ich hörte auf zu essen, obwohl ich hätte weitermachen können. Nicht aus Vernunft. Nicht aus Kontrolle, sondern aus Ruhe.
Wenn ich ehrlich bin, sind zwei Leckereien genauso gut wie drei oder fünf. Zwei von dem leckeren Zeug sind nun ein Marker, mein Zeichen dafür, dass mein System verstanden hat:
Es ist genug da.
Genau hier hat sich mein Essverhalten verändert. Nicht durch Regeln, sondern durch Vertrauen. Nicht weg vom Essen. Sondern weg vom Mangel und hin zur Selbstwirksamkeit. Und ja, ich schaffe das nicht immer.
Ich freue mich, wenn es eine Inspiration für dich ist.
Warum Essen in den Wechseljahren nichts mit Disziplin zu tun hat – sondern mit Körpervertrauen
Beim Essen in den Wechseljahren geht es nicht um Disziplin oder Regeln, sondern um Sicherheit im eigenen Körper. Genau dieses Körpervertrauen ist der rote Faden meines Wechseljahre Workbooks – ein ganzheitlicher Begleiter für Frauen in den Wechseljahren, der über Phasen, Hormone, Anatomie, Atmung, Achtsamkeit, Bewegung und Training dabei hilft, den eigenen Körper wieder zu verstehen und sich in ihm sicher zu fühlen.