09. Dezember 2025

Testosteron – das Kraft- und Klarheitshormon

Testosteron wird in sehr kleinen Mengen in den Eierstöcken, der Nebennierenrinde und sogar im Fettgewebe gebildet. Obwohl es oft als „Männerhormon“ gilt, spielt es für uns Frauen eine entscheidende Rolle. Es wird für die Herstellung anderer Botenstoffe gebraucht und beeinflusst viele Bereiche unseres körperlichen und seelischen Wohlbefindens.

Testosteron in den Wechseljahren

Wenn der Östrogenspiegel sinkt oder schawnkt, verschiebt sich meist auch die Menge an Testosteron. Die Folgen können sich vielfältig zeigen:

  • Haarausfall
  • unreine Haut
  • unerwünschte Härchen (ja, die berühmten schwarzen Kinnhärchen – ich kenne sie auch)
  • verringerte sexuelle Lust
  • Müdigkeit & Energiemangel
  • Verlust von Muskelmasse und Kraft
  • Stressanfälligkeit
  • innere Aggressivität oder Reizbarkeit

Testosteron ist unser „Drive“-Hormon. Es gibt uns Power, Fokus und Widerstandskraft. Wenn es sinkt, spüren wir das.


Übergewicht in den Wechseljahren – ein Puzzle aus vielen Teilen

Gewichtszunahme in den Wechseljahren ist kein Zeichen mangelnder Disziplin. Sie entsteht durch ein Zusammenspiel mehrerer biologischer Faktoren:

1. Östrogen sinkt

Normalerweise regelt Östrogen unseren Grundumsatz und wirkt appetithemmend.
 Fällt es ab, passiert das Gegenteil:

  • der Stoffwechsel arbeitet langsamer
  • der Hunger steigt

2. Testosteron sinkt

Weniger Testosteron bedeutet weniger Muskelmasse. Und: Muskeln verbrennen Kalorien – Fettzellen nicht. Mit jedem verlorenen Prozent Muskelmasse sinkt unser Grundumsatz weiter.

3. Mehr Fettzellen = mehr Entzündungen

Fettdepots wachsen leichter, fördern stille Entzündungen und können die Gefäße belasten.

4. Insulin verändert sich

Bei Östrogenmangel schüttet die Bauchspeicheldrüse weniger Insulin aus. Die Muskeln nehmen weniger Zucker auf. Der Überschuss wird eingelagert: in Fettzellen.

5. Schmerzen & Verspannungen bremsen Aktivität

Wenn Gelenke schmerzen oder Muskeln verspannen, bewegen wir uns weniger. Genau dann, wenn Bewegung wichtiger wäre denn je. Die Folge: ein Teufelskreis aus weniger Bewegung, weniger Muskelmasse und mehr Körperfett.


Was kannst du tun?

Du musst das Rad nicht neu erfinden, aber du darfst es bewusst drehen:

  • achte auf einen gesunden, entzündungsarmen Lebensstil
  • bewege dich regelmäßig (Muskelaufbau ist dein bester Verbündeter)
  • fördere Regeneration und Stressabbau
  • nähre deinen Körper mit hochwertigen Proteinen
  • bleib freundlich mit dir selbst – dein Körper arbeitet hart für dich


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Im "Wechseljahre Workbook" zeige ich dir Übungen, die mir geholfen haben Muskeln aufzubauen.

Falls du Bedenken hast, bald auszusehen wie "Arni" - kann ich dich beruhigen, das musst du erst einmal schaffen! 

Hier die gute Nachricht: Für den Einstieg in dein Krafttraining musst du dich nicht im Gym anmelden. Starte zu Hause, mit Plan und einer Checkliste!

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